Es ist genug für alle da


Gottes Liebling Mensch

Als Kind wollte es mir nicht gelingen, an den Weihnachtsmann zu glauben, und auch, dass ein Storch die Kinder brachte, widersprach doch arg all jenem, was ich im Umfeld der Kindheit zum Thema beobachten konnte. Ich war also keinesfalls derart leichtgläubig, wie es den Kindern gern unterstellt wird. Dabei ist es überhaupt nicht so selten, dass ein Kind die Gewohnheiten der eigenen Eltern umfassender kennt, als jene an sich selbst. Denn Letztere beobachten sich und ihr Umfeld, schon zahlreiche Jahre nicht mehr derart – wie es ein Kind tut. Erwartungslos, überwiegend unbeteiligt, offen, dabei still im Verstand einfach ungefiltert wahrnehmend, was sich vor und über die Sinne offenbart. Es sucht nicht, sondern empfängt. Empfängt, wie das Leben ist, wie es sich ausdrückt und fühlbar macht.

Jeder von uns hat diese erste Schule durchlebt, wahrscheinlich war jedoch noch keinem dabei bewusst, dass er ein Kind des Lebens ist und sozusagen eingeführt…

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